Ambulanter Hospizdienst

Die meisten Menschen möchten Zuhause ihre letzten Wochen oder Tage verbringen. Nicht immer ist das möglich. Aber „Zuhause" meint nicht nur einen bestimmten Ort, sondern ist auch Symbol für umsorgt sein, sich geborgen fühlen, vertraute Menschen um sich haben, nicht allein sein. Manchmal tut auch die Begegnung mit einem Menschen gut, der nicht zu den Nahestehenden gehört, jedoch Zeit mitbringt und einfühlsam ein Stück dieses letzten Weges mitgeht.

Wir von der Ökumenischen Hospiz-Gruppe Wernau wurden professionell auf diesen Dienst vorbereitet, nehmen regelmäßig an Fortbildungen teil und werden fachlich in der Gruppe begleitet.

Wir sind zur Verschwiegenheit verpflichtet.

Begleitung bedeutet für uns:

  • Wir stellen Ihre persönlichen Wünsche und Bedürfnisse in den Vordergrund.
  • Wir hören zu, sprechen oder schweigen mit Ihnen.
  • Wir versuchen Ihnen bei der Bewältigung von Konflikten, die in der Situation von Krankheit und Sterben entstehen, zu helfen.
  • Wir weichen auch schwierigen Fragen nicht aus.
  • Wir sind einfach da (Sitzwache).
  • Wir begleiten Sie unabhängig von Ihrer Konfession oder Weltanschauung.
  • Wir sind für Sie im Altenheim, zu Hause oder im Krankenhaus da.
  • Wir bieten Angehörigen Entlastung an, indem wir sie am Krankenbett ablösen, um ihnen eine Ruhepause zu ermöglichen.
  • Wir arbeiten als ehrenamtlich tätige Frauen und Männer unentgeltlich.
  • Wir sehen unsere Arbeit als Ergänzung des medizinischen, sozialen und pastoralen Dienstes und übernehmen keine medizinisch-pflegerischen oder hauswirtschaftlichen Arbeiten.

Träger der ökumenischen Hospizarbeit im Ort sind die evangelische und die katholischen Kirchengemeinden in Wernau.

Die Einsatzleitung hat Frau Annelies Köchert 0174 736 7509 (mobil).

Geschäftsleiter ist Herr Stefan Reinhold Usleber, Telefon 07153-38490.

Wir kooperieren mit den Hospizgruppen Plochingen und Reichenbach/Hochdorf/Lichtenwald. Diese Gruppen arbeiten intensiv mit uns zusammen.

Mit der Katholischen Sozialstation und der Organisierten Nachbarschaftshilfe, dem Seniorenzentrum St. Lukas wird eng zusammengearbeitet. Mit der Trauergruppe "Lichtblick" (E-Mail: ingrid [Punkt] birawsky [at] t-online [Punkt] de), regionalen Pflegediensten und den ortsansässigen Ärzten gibt es ebenfalls Austausch. Eine wichtige Ansprechstelle sind die Palliativstationen der Kreiskliniken und die "spezialisierte ambulante Palliativversorgung" (SAPV).

Abschied

Ein Abschied von lieb gewonnenen Menschen fällt immer schwer. Niemand hat Patentrezepte für die Begleitung Sterbender. In den verschiedenen Abschnitten eines Abschieds geben ehrenamtlich Engagierte ihr Bestes, die körperlichen und seelischen Schmerzen, die Abschiede mit sich bringen, zu lindern. So unterschiedlich wie wir Menschen selbst es sind, so unterschiedlich sind auch die Wege, die aus Angst und Schmerz in eine neue Zukunft führen. Das Land der Zukunft mag auch noch so ungewiss sein, eine Richtung und neue Hoffnung muss erst gefunden werden. Abschied ist Geben und Nehmen gleichzeitig. Jeder Abschied birgt die Chance auf Frieden in sich.